Immunity to Change Map

Diese Blog Serie handelt von der Immunity to Change Map. Du befindest dich am Beginn des ersten Teils.

Die Immunity to Change Map ist in ein Werkzeug zum (Selbst-)Coaching. Es führt dich durch einen Prozess, an dessen Beginn du ein Entwicklungsziel formulierst, und an dessen Ende du bei Glaubenssätzen landen wirst, die dir dabei im Weg stehen, dich deinem Entwicklungsziel anzunähern. Und mit diesen kannst du dann arbeiten.

Im ersten Teil dieser Blog-Serie zeige ich dir, aus welchem Kontext das Werkzeug stammt und wie es im Überblick funktioniert.

Immunity to Change Map

Der Kontext – Woher stammt das Werkzeug?

Ich habe über den vergangenen Sommer das Buch An Everyone Culture – Deliberately Developmental Organizations von Robert Kegan, Lisa Laskow Lahay u.a. gelesen, und es hat mich anschließend sehr beschäftigt.

Die Autor:innen porträtieren darin drei Unternehmen, die allesamt zu dem selben Schluss gekommen sind: Ein Unternehmen entwickelt sich dann bestmöglich (und zwar auch in ökonomischer Hinsicht), wenn es seinen Mitarbeiter:innen radikal den Raum gibt, sich selbst weiterzuentwickeln.

»In den meisten Organisationen übt fast jeder eine Nebentätigkeit aus, für die niemand sie bezahlt – sie decken ihre Schwächen ab, versuchen, so gut wie möglich auszusehen, und managen die Eindrücke, die andere Menschen von ihnen haben. Es kann keine größere Verschwendung von Unternehmensressourcen geben. Die letztendlichen Kosten: Weder das Unternehmen noch seine Mitarbeiter sind in der Lage, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Was wäre, wenn ein Unternehmen alles in seiner Macht Stehende tun würde, um eine Kultur zu schaffen, in der alle – nicht nur die „High Potentials“ – ihre eigenen internen Veränderungsbarrieren überwinden und Fehler und Schwachstellen als Hauptchancen für persönliches und betriebliches Wachstum nutzen könnten?«

Das Grundmuster, das die Autoren als Gemeinsamkeit allen drei portraitierten Unternehmen gefunden haben, lässt sich ganz grob skizziert so zusammenfassen: Stell dir vor, du bist in einer vertrauensvollen Umgebung. In dieser Umgebung überlegst du dir regelmäßig ein persönliches Entwicklungsfeld, in dem du wachsen möchtest. Das Umfeld stellt dir und deinen Kolleg:innen geeignete Werkzeuge zur Verfügung, mit denen du regelmäßig und oft situativ Feedback erhältst, wie du in deinem Lernfeld unterwegs bist, welche Fortschritte du gemacht hast und wo du weiter dranbleiben solltest.

Nun sind die meisten von uns nicht in der günstigen Situation, Teil einer solchen Organisation zu sein. Um trotzdem die Grundideen aus dem Buch ausprobieren zu können, gibt es das Werkzeug der Immunity to Change Map.

Die Immunity to Change Map in aller Kürze

Die Map ist in erster Linie ein Werkzeug zum Selbstcoaching. Es führt dich in 4 Schritten durch einen Prozess, an deren Beginn du ein Entwicklungsziel formulierst, und an dessen Ende du bei Glaubenssätzen landen wirst, die dir dabei im Weg stehen, dich deinem Entwicklungsziel anzunähern.

Die 4 Schritte lauten im Einzelnen:

  1. Ich treffe eine Vereinbarung mit mir selbst (ich formuliere mein Entwicklungsziel).

  2. Ich mache mir bewusst, was ich stattdessen tue (oder nicht tue).

  3. Ich identifiziere versteckte und zum Entwicklungsziel konkurrierende Vereinbarungen mit mir selbst, die ich getroffen habe um mich vor irgendetwas zu schützen.

    1. Ich mache mir bewusst, welche Ängste & Befürchtungen ich habe, wenn ich mir vorstelle, das Gegenteil von dem zu tun, was ich in Schritt 2 aufgelistet habe (Sorgenbox).

    2. Nun transformiere ich jede Sorge durch einen sprachlichen Kniff in eine Vereinbarung mit mir selbst, die ich getroffen habe, um diese Ängste und Befürchtungen zu verhindern.

  4. Ich finde die Grundannahmen (auch Glaubenssätze genannt), die hinter diesen konkurrierenden Vereinbarungen mit mir selbst stehen.

Mit den Glaubenssätzen kannst du nun arbeiten. Denn das Schöne ist: Es sind ja keine unumsstößlichen objektiven Wahrheiten, sondern “nur” deine Annahmen dazu, wie du und die Welt funktionieren.

Neugierig geworden? Im zweiten Teil dieser Blog-Serie führe ich dich so durch diese vier Schritte, dass du die Immunity to Change Map in einem Selbstcoaching ausprobieren kannst!

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